Nicht enden wollendes Mysterium oder Mode geht mit der Politik.


Angela Merkel. Die mächtigste Frau der Welt. Und doch wird sie kritisiert wie keine andere. Doch erstaunlich ist, dass nicht nur ihre politischen Entscheidungen unter die Lupe genommen werden, sondern vorallem ihre äußere Erscheinung. Häufig kritisiert als "Mädchen-vom-Lande",  machte sie in der Vergangenheit neben den mächtigsten Männern der Welt einen eher naiven und inkompetenten Eindruck. Sie jedoch beteuerte immer wieder, ihr sei ihre Kleidung nicht so wichtig. Leute sollten sie lieber durch ihre Politik beurteilen, und nicht nach dem, was sie bei einem Staatsempfang trägt. 
Doch dann, dank neuer Stilistin und Frisur( die, naja, immer noch nicht feierlich ist, aber bei diesen Haaren und bei diesem Kopf ist das ja auch ehrlich gesagt eine unmöglich lösbare Herausforderung), verstummten ihre Kritiker und lobten ihren "Ladylook". 
Sie wirkte nun endlich souverän, seriös und fähig, einen ganzen Staat zu leiten.

"Warum wird an dem Kleidungsstil einer Führungsfigur in der Politik festgemacht, ob diese souverän, qualifiziert und seriös ist? Sollte nicht vielmehr auf die Leistungen und die Wahlprogramme der Politiker geachtet werden, wie darauf, was Angela Merkel bei dem Empfang des amerikanischen Präsidenten trägt? Ist Mode tatsächlich ein Faktor, den wir unabsichtlich und doch absichtlich betrachten, wenn wir uns eine Meinung von den Abgeordneten bilden?

 Ist Mode und somit Stilgefühl also immens wichtig für Politiker im Kampf um die Gunst des Volkes und der mächtigsten Männer dieser Welt? Wird in der heutigen Zeit eine politisch aktive Person nach ihrem Charisma, Auftreten, Wahlprogramm und eben auch nach ihrem Aussehen beurteilt? Steht Mode also in direktem Zusammenhang zur Politik? Und wenn ja, ist es die Mode, die die Politik beeinflusst oder Politik, die die Mode prägt?

Mode ist ein immer aktuelles Thema, nicht nur in der heutigen Zeit. Die Frage nach der angemessenen Kleidung und der damit verbundenen Botschaft reicht weit in die Vergangenheit zurück. Mode war schon immer da, sie hatte ihre Anfänge in den Fellfetzen, die die Urmenschen sich um die Schultern legten. Mode steht unter einem ständigen Wechsel und fasziniert Wissenschaftler, Soziologen, Künstler, Philosophen. Beschäftigt man sich mit Mode, so taucht man ein in ein nicht enden wollendes Mysterium voll Kreativität, Faszination, Schönheit, Botschaften und erkennt vor sich ein Dokument der Geschichte vergangener Zeiten. Mode ist nicht so oberflächlich wie viele Kritiker behaupten, denn Mode überrascht immer wieder mit einer Vielfältigkeit und Ausdrucksstärke. Sie wird von vielen verschiedenen Einflüssen geprägt und beeinflusst; so finden sich der Ökoboom der letzten Jahre und die wichtige Frage des Umweltschutzes auch in der Mode wieder. Vermehrt setzen Designer auf sogenannte „Green Fashion“, Kollektionen, die aus biologisch erzeugten Stoffen produziert werden. Hierbei spielt auch das soziale Umfeld eine Rolle: Fair gegenüber Mensch und Umwelt lautet die Devise.






Weitere beeinflussende Faktoren auf die Welt der Mode sind: die Mentalität: Herkunft, Traditionen sowie Sitten lenken Designer und Kunden und prägen die Trends der Zeit; ebenso die Religion- Kopftücher sind neben der Islamisierung der Gesellschaft immer noch aktuelle Themen- und auch die Politik. In den letzten Jahren fand man zunehmend den sogenannten „Military-Look“ auf den Laufstegen dieser Welt; Krieg und andere politische Ereignisse geben also eindeutig Impulse an die Modewelt ab. Während der amerikanischen Präsidentschaftswahl im Jahre 2008 war auch die schillernde Welt der Mode im Wahlkampffieber. Stella McCartney schrieb auf den Einladungen für ihre Modenschau „P.S.: Vote for Obama“, Sonia Rykiel nahm den „Obama-Look“ in ihre Kollektion auf und die berühmte Designerin Donatella Versace widmete sogar eine ganze Kollektion dem amtierenden Präsidenten Barack Obama. Prominente Musiker wie Katy Perry, Sheryl Crow, Kanye West, Beyoncé und die Band Thirty Seconds to Mars trugen T-Shirts, Buttons oder Schmuck mit Obama-Potraits und signifikanten Wörter wie “Change” oder “Hope”
Also kann man sagen: Es existiert eine politische Mode. Mode, die aktuelle Themen der Politik aufgreift und diese verarbeitet. Mode, die ihre Meinung zu Ereignissen in der Politik kundtut. Mode, die politische Aussagen im Allgemeinen und im Besonderen vermittelt. Mode setzt Statements. So repräsentiert sie zum Beispiel Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Partei oder zu einem Staat.










Mode und Politik. Zwei Wörter, die man auf den ersten Blick nicht miteinander in Verbindung setzt. Doch der erste Eindruck trübt. 





 
Heute werden die Mächtigen dieser Erde von der Mode diktiert, sie sind auf sie angewiesen und müssen sie sich zu nutzen machen. Politiker herrschen also heute nicht mehr über Mode, sie werden nun von ihr bestimmt.



Mode ist ein Teil der Politik, und Politiker haben sich ihrem Diktat zu unterwerfen.(Zitat, welches ich sehr treffend fand:-) )

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Und am Ende macht alles einen Gin.

All I was searching for was me.